Buddhistische Schulen

THERAVADA
ca. 4.Jahrhundert v.Chr. in Indien

 

Die buddhistischen Sanghas, welche sich auf die ursprünglichen Reden des Buddhas, dem Pali-Kanon beziehen, bezeichnen sich als Theravada Buddhisten (Alte Schulen). Die ebenfalls verwendete Bezeichnung „Hinayana“ (Kleines Fahrzeug) ist heute nicht mehr zeitgemäß.

 

Heutige Verbreitungsgebiete: Ceylon, Burma, Thailand, Kambodja, Laos, Indien


Meditationsformen: Samatha (Meditation der Stille, konzentrativ), Metta (Liebende Güte und weitere 3 Brahma Viaharas, konzentrativ), Vipassana (Einsichtsmeditation mit dem Ziel der Befreiung)

 

 

 

MAHAYANA
ca. 1.Jahrhundert v.Chr. in Indien

 

Die verschiedenen Mahayana Schulen entwickelten sich aus den philosophischen Lehren des großen indischen Gelehrten Nagarjuna. Aus den Ansätzen der Theravada Metta Meditation entwickelte sich das Ideal des Bodhisattvas, der seine eigene Erleuchtung zum Wohle aller aufschiebt um alle zu erlösen. Das widerspricht möglicherweise den ursprünglichen Prinzipien, da es dort keine Verdienstübertragungen (pattidanna, Pali) gibt. Aus den Mahayana Schulen entwickelten sich später der Chan Buddhismus, Tibetische Buddhismus und Japanische Buddhismus.

 

Heutige Verbreitungsgebiete: Tibet, Nepal, Sikkim, Vietnam, China, Korea, Japan.


Meditationsformen: Zazen, Samatha, Giving-&-Taking (Tonglen), Vipassana, Visualisations-Meditation, uva.

 

 

 

TANTRAYANA / VAJRAYANA
ca. 2.Jahrhundert n.Chr. in Indien und ab 8.Jahrhundert n.Chr. in Tibet

 

Heutige Verbreitungsgebiete: Tibet, Sikkim, Bhutan, Mongolei, China, Korea.


Meditationsformen: Shine, Metta, Vipassana, Yoga-Tantra, (Maha) Anuttara-Tantra.

 

Aus dem indischen Tantrayana entwickelten sich in Tibet 4 Hauptlinien:

 

1. Nyngma Schule, unterteilt in 9 Yanas (Fahrzeuge)
8.Jahrhundert n.Chr.

Kadam Schule
9.Jahrhundert n.Chr.

2. Kagyü Schule, unterteilt in 3 Yanas (Shravakayana, Mahayana, Vajrayana)
11.Jahrhundert n.Chr.

3. Sakya Schule, unterteilt in 3 Yanas (Shravakayana, Mahayana, Vajrayana)
11.Jahrhundert n.Chr.

4. Gelug Schule, unterteilt in 3 Yanas (Shravakayana, Mahayana, Vajrayana)
14.Jahrhundert n.Chr.

 

Dzog Chen & Maha Mudra sind besondere Ansätze, die in der Nyngma Schule, bzw. Kagyü Schule, aber auch in der Sakya und Gelug Schule gelehrt werden.

Die Bön Schule wird heute vom Dalai Lama als 5. spirituelle Schule Tibets bezeichnet. Sie ist aus einer schamanistischen Tradition entstanden und hat eine eigene Dzog Chen Praxis entwickelt.

 

 

 

RIME-BEWEGUNG
ab dem 19.Hahrhundert wiederbelebt.

 

Rime ist eine traditionsübergreifende Erneuerungsbewegung, die die verbindenden Elemente des tibetischen Buddhismus betont. Die heutige Rime-Bewegung sucht den Dialog mit den Wissenschaften, die Integration der buddhistischen Lehren in westliche Kulturkreise, den Linien und Schulen übergreifenden innerbuddhistischen Dialog und eine Dharma-Praxis frei von sektiererischen Tendenzen.

 

Der 14. Dalai Lama betont ausdrücklich die heutige Bedeutung des Rime-Ansatzes für den tibetischen Buddhismus: „Es ist nicht angebracht, große Unterschiede zwischen den Traditionen zu machen, da sie alle auf das Gleiche hinauslaufen …  Es wäre falsch sektiererisch an einer Tradition festzuhalten und andere abzulehnen …  Jede Tradition hat ihre Besonderheit und Ihren Wert.“

 

 

 

CHAN (ZEN)
ab 6.Jahrhundert n.Chr. in China und
ab dem 12.Jahrhundert n.Chr. in Japan

 

Heutige Verbreitungsgebiete: China, Vietnam, Korea.


Meditationsformen: Zazen, Kinhin, Bogenschießen, Teezeremonie

 

In Japan werden die Hauptlinien Soto, Rinzai und Obaku praktiziert. In Deutschland ist auch der japanische Amida-Buddhismus vertreten.

 

 

 

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